Benzinpreissenkung

In letzter Zeit ist mehrfach dieses Bild in meiner Facebook-Timeline aufgetaucht:
Leute wacht endlich auf! Wie lange sollen wir uns das noch gefallen lassen? frankreich hat die KFZ Steuer bereits gesenkt. Frau Merkel wir fordern Sie auf, dieses auch für unser Land zu tun. Deutschland darf nicht untergehn. Sie haben es in der Hand. Bitte teilen! Bin gespannt wer sich traut, dies zu Teilen.

Ein wenig hab ich das auf Facebook schon kommentiert, hier noch ein paar weitere Gedanken dazu:

Frankreich hat nicht die KFZ-Steuer gesenkt, sondern die Treibstoffpreise. Dies um “bis zu 6 Cent pro Liter”, die Kosten tragen zur Hälfte der Staat, und die Mineralölkonzerne. Dem Staat entgehen also hier Einnahmen, das Geld fehlt also irgendwo und der Staat muss schauen, wie er das sonst irgendwie vom Steuerzahler wieder bekommt. Was haben wir also gespart?

Ich glaube, dass wir selber unsere Benzinkosten wesentlich effizienter und auch langfristiger senken können, folgendes fällt mir hier zu ein:

In verschiedenen Medien habe ich gelesen/ gehört, dass sich der Deutsche von den immer weiter steigenden Spritpreisen nicht beeindrucken lässt, es ist kein Rückgang der Nachfrage nach Benzin zu verzeichnen. Mein ganz persönlicher Eindruck ist sogar, dass immer mehr Menschen “überdimensionierte” Autos fahren: Allein im kleinen Bitburg sind mindestens 5 Dodge Ram unterwegs (Verbrauch um 15 Liter Diesel pro 100 km).
Dies ist sicherlich der Extremfall, aber ich behaupte, dass auch die Mehrzahl der ganz normalen “Familienkutschen” übermotorisiert ist: Braucht man wirklich 2 Liter Hubraum? Muss die PS-Zahl wirklich jenseits der 100er Marke liegen?
In dem man ein kleineres Auto fährt kann man relativ einfach auch die Ausgaben für Treibstoff senken (ganz nebenbei spart man noch Geld da der Anschaffungspreis niedriger ist, sowie weniger KFZ-Steuern zu zahlen sind). Und das gefühlt jedes zweite Auto ein spritfressendes SUV ist, empfinde ich sicher nicht als einziger so.

Mir ist durchaus bewusst, dass die Leute “auf dem Land” (ich komme selber von dort) für so gut wie alles auf den PKW angewiesen sind: Einkaufen, Arbeiten, Schule, Hobbies etc. Gerade in den kleineren Dörfern ist man ohne Auto aufgeschmissen, aber gerade auf dem Dorf fällt mir immer wieder auf, wie ungern die Menschen aufs Auto verzichten: Selbst kürzeste Strecken werden innerorts mit dem Auto zurück gelegt, anstatt ein paar Minuten zu Fuß zu laufen.
Vor kurzem war ein Bericht im Trierischen Volksfreund, es ging um Geschwindigkeitskontrollen auf der B51. Dort hieß es, dass alle 3 Minuten eine Geschwindigkeitsübertretung festgestellt wurde. Zumindest bei meinen Autos war es bislang so, dass bei höheren Geschwindigkeiten auch der Spritverbrauch angestiegen ist. ;-)
So lange die Menschen a) immer das Auto nehmen, statt auch mal zu Fuß zu laufen und b) nicht spritsparend auto fahren, kann das Benzin nicht so sehr zu teuer sein.

Schlussendlich habe ich mal errechnet, wie viel ich persönlich finanziell davon profitieren würde, wenn eine ähnliche Regelung wie in Frankreich für uns in Kraft treten würde, hier ein paar Daten zu meinem Fahrverhalten: Ich fahre ca. 700 km pro Woche (davon allein 630 km, um zur Arbeit zu kommen) und mein Wagen (Skoda Fabia, 1,6 l Diesel) verbraucht ca. 4,7 l auf 100 km. Hochgerechnet auf 3 Monate verfahre ich also ca. 455 Liter Diesel. Multipliziert man das mit den 0,06 € die die Franzosen den Preis pro Liter gesenkt haben, kommt man auf nicht ganz 28 €. Das ist in meinen Augen herzlich wenig, und lohnt keineswegs die ganze Diskussion, die da im Moment geführt wird.

Die Schufa und Facebook

Hier Links und zwei kurze Auszüge aus einigen lesenswerten Beiträgen zum Thema “Schufa & Facebook”:

Thomas Knüwer bei Indiskretion Ehrensache:

In diesen Minuten ist das Schlagwort #Schufa die Nummer eins unter den meistverwendeten Twitter-Hashtags in Deutschland. Grund ist eine Meldung des NDR Hörfunks, nach denen die Schufa beim Hasso-Plattner-Institut ein Projekt in Auftrag gegeben, bei dem es um die Frage geht, ob die Schufa Daten aus dem Social Web für ihre Arbeit nutzen kann.
[...]
Und natürlich nutzt auch unser Lieblings Ego-PR’ler unter den Datenschützern, der Schleswig-Holsteiner Thilo Weichert die Gelegenheit um sich wieder einmal zu entsetzen und zu behaupten, es sei eine neue Dimension erreicht.

Leider ist diese Erregung am heutigen Tag ein neues Zeichen dafür, wie platt und boulevardesk Debatten um das digitale Zeitalter in Deutschland geführt werden. Treten wir doch einfach mal einen Schritt zurück und schauen uns an, was genau da passiert.

Quelle: Schufa und Daten aus dem Social Web: Es geht um mehr

Kristian Köhntopp auf Die wunderbare Welt von Isotopp:

Um die Schufa geht es gar nicht. Falls das genannte Projekt erfolgreich ist, dann kann das mit 2012-Technik und Netzwerk jeder institutionelle Investor machen, also jede mittelständische Firma, jeder Konzern, und auch jede Zelle der Yakuza. Die Daten sind öffentlich herunterladbar, das ist genau der Punkt, um den es geht, und die Technik ist Open Source, ein wenig Statistik und ein wenig Consulting. Und wo die dann überall läuft wird bei keinem Datenschützer in Schleswig-Holstein oder sonstwo auf der Welt nachgehalten.

Wollte man Daten schützen, nützt es nichts, der Schufa dieses Projekt schlecht zu reden – wenn es erfolgreich ist, ist die Schufa ohne Einkommen. Wollte man Daten schützen, nützt es nichts, Leuten zu verbieten sich zu vernetzen – das funktioniert nämlich nicht. Wollte man Daten schützen, müßte man Transparenz erzwingen. Also Nutzern von Daten auferlegen, zu dokumentieren, wie sie ihre Ergebnisse erzielt haben. Den Rest regelt dann ‘der Markt’ wie man so schon sagt.

Quelle: Das Opium der herrschenden Klasse

Holger Koepke beim Reizzentrum:

Auch wenn ich persönlich das Datensammeln [...] aus “öffentlich zugänglichen Quellen” für bedenklich halte, so müssen wir anerkennen, dass dies – rein rechtlich – völlig in Ordnung ist. Ein Blick in das Bundesdatenschutzgesetz (§28 Abs.6.2) schafft hier Klarheit:

“(6) Das Erheben, Verarbeiten und Nutzen von besonderen Arten personenbezogener Daten (§ 3 Abs. 9) für eigene Geschäftszwecke ist zulässig, soweit nicht der Betroffene nach Maßgabe des § 4a Abs. 3 eingewilligt hat, wenn

2. es sich um Daten handelt, die der Betroffene offenkundig öffentlich
gemacht hat”

Und mal ganz ehrlich: Bei Xing, Facebook und auch hier, ist uns typischerweise bewusst dass diese Daten (sofern wir sie nicht privatisieren und wir wissen was wir tun….) öffentlich einsehbar sind.

Ergo: Das Problem ist nicht die Schufa AG, sondern es ist eine Gemengelage zwischen unserer Kommunikationswut und (plattformabhängig) mangelnden Möglichkeiten der Privatisierung unserer Daten.

Quelle: https://plus.google.com, Bundesdatenschutzgesetz, §28

Wer lesen kann… oder Packstation fail

Ich bin registrierter Packstation-Kunde, und nutze die Packstation gerne, und auch recht häufig. Ich werde per SMS und Email benachrichtigt, wenn eine Sendung für mich eintrifft, und kann sie -undabhängig von irgendwelchen Öffnungszeiten- jederzeit abholen, wann es mir passt. Probleme irgendwelcher Art hatte ich dabei noch nicht, mittlerweile kann ich sogar meine PIN auswendig.

Heute bin ich also wiedermal zur Packstation, vor mir stand bereits eine Frau am Bildschirm, sie hatte offenbar eine “Packstation für alle”-Benachrichtigungskarte in Händen. Die angezeigte Meldung “Zum Starten bitte den Bildschirm berühren” ignorierte sie geflissentlich, und rieb mit dem Barcode auf ihrer Benachrichtigungskarte hektisch über den Barcodescanner. Nach einer Weile patschte sie dann doch mal auf den Bildschirm. Bei der Auswahl zwischen “Login für registrierte Packstation-Benutzer” und “Packstation für alle”, traf sie noch die richtige Entscheidung, bei der nächsten Auswahl, “Sendung abholen” oder “Sendung aufgeben oder Porto kaufen”, lag sie allerdings daneben und entschied sich für letzteres, die Auswahl von “Sendung aufgeben” im nächsten Schritt war dann unerheblich, dachte ich… Aber der Bildschirm zeigte dann “Bitte halten Sie den Barcode Ihrer Sendung vor den Barcodescanner” an, was die gute Frau wiederum zu wildem rumwischen mit ihrer Benachrichtigungskarte vor dem Scanner animierte.
Ich hatte etwas Abstand zu ihr gewahrt und hatte grade den ersten Schritt in ihre Richtung gemacht, um ihr Hilfe anzubieten, als sie mich ansprach. Ich habe dann ihren Bedienvorgang abgebrochen, einen neuen gestartet, und am Ende zeigte mir der Bildschirm dann an, dass die Sendung nicht mehr in der Packstation sei. Ich schaute mir die Benachrichtigungskarte genauer an, und dort stand “Abzuholen heute, jedoch nicht vor 19:00 h”. Mein Hinweis diesbzeüglich wurde damit beantwortet, dass sie die Karte schon 3-4 Tage habe. Ok… jetzt war ich ratlos. Ich riet ihr daraufhin, bei der Post anzurufen, sie sagte, sie sei bei der Postfiliale gewesen, man hätte sie zur Packstation geschickt.
Ich hab mit denn die Karte nochmal ganz genau angeschaut, diese wurde am 14.11., also bereits vor 10 Tagen, bei ihr im Briefkasten eingeworfen. Soweit ich weiß, ist die Aufbewahrungsdauer in der Packstation 7-9 Tage (oder sowas), jedenfalls wunderte mich da nicht mehr, dass ihre Sendung nicht mehr in der Packstation war. Daraufhin ist sie dann wortlos (ohne “Danke” oder so), abgedampft.

Während sie auf dem Bildschirm rumgewischt hatte, habe ich diesen Tweet abgesetzt:

Was ist so schwer daran, Anweisungen von einem Bildschirm abzulesen? #packstation #fail

Und etwa eine Stunde später, meldet sich @DHLPaket bei mir:

@chrissbaumann Worum geht es denn genau? Können wir weiter helfen?

Wovon ich ja jetzt schon ein wenig begeistert bin, pro-aktiv durchsucht man scheinbar Twitter (eventuell auch andere SocialMedia Kanäle) nach negativen Äußerungen über Produkte (und das Unternehmen?), um dann daraufhin gleich Kontakt mit dem Kunden aufzunehmen. Das gefällt mir, weiter so!
Da könnten sich andere (große) Unternehmen mal ein Beispiel dran nehmen!

* bash Quotes (4)

Kollege: „Leute, aufgepasst! (…) Der Betriebsrat hat uns ja angemahnt, dass hier in der Marketingabteilung zu viele Überstunden anfallen. Nun, ihr habt ja alle Firmen-Laptops – ich würde daher vorschlagen, dass ihr euch hier abmeldet und dann von zu Hause aus weiter arbeitet.”

http://kollegen.ausderhoelle.de/uberstunden/

Jules Alter der Ex von meiner Freundin is so ein Psycho O.o
Seph y?
Jules Der war letzte Woche da um noch irgendein Krempel mitzunehmen und hat i.wie auch noch unsere Fernbedienung mitgehen lassen.
Seitdem fährt er jeden Abend mim Fahrrad vor unserem Haus rum, und wechselt die Kanäle -.-

http://www.ibash.de/zitat_48884.html

Tastatur des Toshiba Tecra S11-11G austauschen

Mein neues Firmennotebook ist ein Toshiba Tecra S11-11G. Einziger Nachteil des guten Stücks: Es hatte eine französische Tastatur, die mitbestelle deutsche Tastatur war nicht montiert, sondern wurde seperat geliefert; da ich eine Einbau bzw. Ausbauanleitung für genau dieses Modell im Netz nicht finden konnte, möchte ich diese hier selbst zur Verfügung stellen.

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