Posts Tagged ‘Winnenden’

Dr. Dieter Wiefelspütz (MdB) oder Gaga Gogo Tralafitti

Monday, May 11th, 2009

<!– Ohne Kommentar –>

dr. dieter wiefelspuetz (mdb) dns tld gaga gogo tralafitti

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Update:
dr. dieter wiefelspuetz (mdb) dns tld gaga gogo tralafitti

Update 2: Dr. Dieter Wiefelspütz im Interview

Via: http://dominik.soup.io/post/18922944/Image, http://soup.fin.io, http://fieser-admin.de/dau-alarm

Update 3:
Herr Wiefelspütz differenziert:

Wer Paintballspieler auf diese Weise kriminalisiert, vertritt Schwachsinnsthesen”, sagte Wiefelspütz. “Winnenden war nur der Anlass für ein Verbot.” Den Verbotsbefürwortern ginge es vielmehr um das Bewahren eines humanistischen Menschenbildes. “Wenn man dies vertritt, dann ist die Idee von einem Spiel, bei dem Leute aufeinander schießen damit einfach nicht vereinbar.

Ebenfalls möchte ich Thorstens Zitat aus der Wikipedia zum unhumanistischen Völkerball hier wiederholen:

Zwei Teams spielen gegeneinander mit dem Ziel, die Spieler der gegnerischen Mannschaft mit dem Ball zu treffen, so dass sie der Reihe nach ausgeschaltet werden. Gefragt sind Geschicklichkeit, Treffsicherheit, Ausdauer und Geschwindigkeit.

Via: http://notes.computernotizen.de

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Stimmen zum Amoklauf in Winnenden (2)

Tuesday, March 17th, 2009

Der ARD Brennpunkt vom Donnerstagabend präsentierte uns zunächst genüßlich den baden-württembergischen Innenminister Heribert Rech, der noch einmal erklären durfte, Tim K. habe seinen Amoklauf in aller Drastik in einem Online-Forum angekündigt (”mal so richtig gepflegt grillen”). Rechs Darstellung erwies sich bekanntlich gut eine Stunde später als falsch – aber sie passte perfekt zum Tenor der Sendung.

Das Netz sei “nicht nur eine Plattform für potenzielle Täter“, sondern dort sei auch ein “virtueller Wutausbruch” zu beobachten: “Die, die sich dort ihr ganz eigenes Bild vom gestrigen Amoklauf machen, können mit der Debatte um Schuld und Verantwortung wenig anfangen.”

Via: http://carta.info

Im Anschluss daran eine Live-Schaltung zu unserem Reporter vor Ort. Wie grausam war es denn, Herr Kollege? “Oh, es war schrecklich. Hier ein paar weinende Mitschüler, die ich vor die Kamera gezerrt habe. Und hier spreche ich mit geschockten Eltern. Und jetzt ein Straßeninterview mit verschiedenen Anwohnern, die nichts zum Fall sagen können, aber alle sehr betroffen sind.”

Nun ein Besuch unseres Reporters bei einem Lehrer, an dessen Schule vor einigen Jahren ein Amoklauf geschah: “Unser TV-Team hat ihm die schrecklichen Bilder von heute gezeigt. Er war ganz schockiert, dass er diese schlimmen Ereignisse sehen musste. Hier seine Tränen in Großaufnahme.” Oh, wir alle fühlen mit ihm. Schlimm, was er da durchleben musste, während zufällig unser TV-Team bei ihm war. “Danke, das wird ihm bestimmt helfen.”

Jetzt ein kurzes Interview mit einem Experten. Er ist seriös, weil er Hemd und Krawatte trägt und weiße Haare hat. Und weil wir Ihnen sagen, dass er ein Experte ist. Wir haben ihn in der Redaktion auf Kurzwahl, denn er kann knallig formulieren und lebt so richtig auf, wenn wir mit unserer Kamera vorbeikommen.

Herr Experte, was wissen Sie über den Täter? “Eigentlich nichts.” Aber haben Sie eine Vermutung über sein Motiv? “Ja, selbstverständlich ist die Jugendkultur schuld. Der Täter hat mit großer Sicherheit Computerspiele auf seinem PC. Ich fordere schon seit langem, dass Jugendliche wieder Halma spielen, so wie ich damals. Überhaupt, diese vorlaute Jugend von heute. Was die für Frisuren haben, und dann noch diese schreckliche Musik. Die wollen uns alle umbringen, glauben Sie mir.” Danke, Herr Experte, das klingt nach einer nachvollziehbaren Erklärung für die Tat, da muss ich als Journalist nicht mehr nachhaken. “Gern! Und bis zum nächsten Mal!”

Im Anschluss zeigen wir als Sondersendung eine Gesprächsrunde mit fünf alten Herren, die über die gefährliche Jugendkultur diskutieren werden. Danach ein Bericht über Computerspiele und dieses “Internet”, den wir bereits beim letzten und vorletzten Amoklauf gezeigt haben.

Politiker aller Fraktionen haben ihre Verhandlungen über weitere Kürzungen im Bildungswesen unterbrochen, um ihre persönliche, ehrlich empfundene Betroffenheit über die Tat zum Ausdruck zu bringen. Morgen werden bundesweit die Flaggen auf Halbmast stehen. Übermorgen sollen dann im Parlament die unterbrochenen Verhandlungen fortgesetzt werden, um die bereits beschlossenen Mittelkürzungen für den schulpsycholgischen Dienst zu verabschieden.

Via: http://www.hanno.de/blog

Der Amokläufer von Winnenden liebte und praktizierte ein Gewaltspiel der übelsten Sorte: Tischtennis. Es hat mit Schlägern zu tun, man muss sein Ziel möglichst genau treffen, und am Ende eines Turniers bleibt nur einer übrig. Sollte man also Tischtennis verbieten? Sollten die Eltern darauf achten, dass die Schläger gut weggeschlossen sind, unerreichbar für Jugendliche?

Via: http://debatte.welt.de

„Die sollten statt der Waffen lieber das Internet verbieten“, sagt Horst Grafenberger, der amtierende Schützenkönig: „Das mit dem Amoklaufen ist aus Amerika zu uns rübergeschwappt.“ Freilich sei es schlimm, dass der Vater von Tim K. seine Waffe ungesichert mit der Munition in der Wohnung hatte, meint Grafenberger: „Das darf nicht passieren. Aber Waffen gesammelt in Vereinshäusern stehen zu lassen ist auch ein Risiko. Die müssten dann auch besonders bewacht werden .“

Via: http://www.tagesspiegel.de

Das technische Unvermögen der Berichterstatter, das mit der lustigen Vermengung von Begriffen wie „Chatroom“ und „Internet-Forum“ begann (das vermeintliche Beweisstück war die Bearbeitung eines Beitrags aus einem sogenannten Imageboard, wo man Bilder hochladen und sich darüber austauschen kann) und bei der Suche nach Spuren eines Chats auf der Festplatte des Täters (in der Regel werden Chats, wenn überhaupt, auf dem Server gespeichert, über den sie laufen) noch lange nicht endete, ist nur ein Teil der Geschichte. Die berechtigte Frage, die selbstverständlich aufkam, lautet: „Was darf man im Internet eigentlich glauben?“

Das Trash-Portal stern.de, das den Fake aus dem Internet gestern offenbar für glaubwürdig hielt, jammerte heute, im Internet würde man ja eh nur belogen. Gut einen Monat nachdem die Medien zuhauf einen falschen Vornamen des neuen Bundeswirtschaftsministers aus der Wikipedia abgeschrieben hatten, hatte das böse, böse Internet schon wieder ihre Arbeit diskreditiert – wenn auch diesmal über Bande und unter tatkräftiger Unterstützung von Ermittlungsbehörden und Politik.

Via: http://www.freitag.de

Der Amokläufer von Winnenden hat heute 15 Menschen getötet. Heute starben außerdem ungefähr:
14 Menschen durch Verkehrsunfälle
26 Menschen durch Selbstmord
117 Menschen durch Krankheiten des Verdauungssystems
150 Menschen durch Krankheiten des Atmungssystems
579 Menschen an Krebs
983 Menschen durch Krankheiten des Kreislaufsystems
wie jeden Tag (Durchschnittswerte basierend auf 2006, nach Bundesamt für Statisitk) ”

Via: http://direkteaktion.over-blog.de

bildblog amok winnenden
Via: http://www.bildblog.de

Am Donnerstagabend gab die Polizei zu, doch keine Chatprotokolle auf Tim K.s beschlagnahmten Computer gefunden zu haben.

Via: http://www.stern.de

Schülern wurde gegen Cash diktiert, was sie vor laufender Kamera sagen sollten. Auch der Satz “Tim wurde von seinen Mitschülern gemobbt”, soll gekaufte Filmware gewesen sein. Andere Schüler wurden, ebenfalls gegen ein Entgeld von 20 bis 100 Euro, gebeten, Blumen oder Kerzen abzulegen und sich dann weinend zu umarmen.”

Via: http://www.wuv.de

Politiker beuten den Amoklauf aus! Medien vergessen jede Ethik, amoktwittern, provozieren neue Gewalttaten geradezu! Die Polizei und der Innenminister haben falsch informiert, gelogen! Die Waffenlobby tut unschuldig, wo man doch weiß, was das für gun nuts sind! Das Publikum ist sensationsgeil: seht nur die Einschaltquoten und Auflagenzahlen! Spiele-Fans haben den Blick für die Realität verloren, attackieren alle, die auch nur Gewaltspiele erwähnen! Die Spießer der Nation wollen mit dieser Tragödie das Rat der Zeit zurückdrehen!

Via: http://notes.computernotizen.de

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Stimmen zum Amoklauf in Winnenden

Thursday, March 12th, 2009

[S]selbstverständlich wird die grauenhafte Faszination der Mordtat medial vollkommen ausgebeutet, in Sondersendungen und “Brennpunkten”, ist ja geiler Content — irgendeine wirkliche Information wird sich freilich nicht damit verbinden, sondern nur der Versuch der Volkskonditionierung und Gehirnwäsche unter dem Knall der Angstpeitsche.

Das ist nämlich alles schon einmal dagewesen.

Genau, wie es schon einmal dagewesen ist, dass niemand davon sprechen wird, dass alle so genannten “Amokläufer” in der BRD sich ausgerechnet eine Schule als Kulisse für ihre Mordtaten auswählen. Dieses naheliegende Muster wird hingegen nicht weiter gedeutet, man spricht lieber von “Killerspielen” als von “Killerschulen“. Die Konditionierung der Menschen in der BRD ist schließlich das Ziel der medialen Desinformation.

Je weniger die Menschen darüber nachdenken, dass die strukturelle Gewalt der BRD-Gesellschaft das Potenzial hat, eine konkrete, verzweifelte und mörderische Gewalt bei Menschen hervorzubringen, die genau fühlen, dass sie nichts mehr zu verlieren und niemals etwas zu gewinnen hatten, je mehr die Menschen in Unkenntnis der Ursachen solcher Gewaltexzesse mit einer dumpfen Angst dressiert werden, desto leichter kann man ihnen die “Segnungen” eines ebenfalls gewalttätigen Präventionsstaates verkaufen.

Via: Déjà vu in Winnenden?

Schon seit Jahrhunderten findet man Brotesser involviert in die schlimmsten Verbrechen.
Es ist an der Zeit Brot zu verbieten! Wer kann sein Kind noch ruhigen Gewissens auf die Straße lassen, solang das Brot in Deutschland nicht verboten wurde?

Via: Das Brot muss Weg!

Für einen Sender wie das ZDF sollten wichtige Fakten nicht einfach in der Berichterstattung ausgelassen werden. Der Junge Mann (der Täter) kommt nach Informationen aus einer funktionierenden und gut betuchten Familie und hat eine Ausbildung abgeschlossen. Er wurde nicht der Schule verwiesen, sondern hat sie völlig regulär verlassen. Er war unauffällig wie viele andere Menschen auch, die keine Amokläufer waren/sind/werden. Er hat sich im Tischtennisverein TTV Erdmannhausen engangiert und hatte somit ständig sozialen Kontakt zu Menschen. Das passt so gar nicht zu der Einzelgänger-Aussage. Seine Horrorfilmsammlung und seine Computerspiele erinnern mich sehr an meine eigene Sammlung.
[...]
Das ganze Bild des Täters unter Hinzunahme aller Informationen (z.B. warum flüchtet der Amokläufer? Alle mir bekannten Amokläufe endeten mit dem freiwilligen Selbstmord des Täters noch vor Ort, hier versucht der Täter sogar noch in Wendlingen während der Schießerei zu flüchten) passt so gar nicht zum Stereotypen, der uns so viele Jahre in den Medien serviert wurde. Wenigstens das wird ansatzweise in der Sondersendung im Anschluss an die heute-Sendung erwähnt. Aber ist das genug?
[...]
Gerade weil die Art der Berichterstattung niemals die Toten zurückholen kann oder den Betroffenen Trost spenden kann, sollte es im Sinne des ZDF sein, endlich anzufangen, sich mit dem Thema Amoklauf seriös und differenziert auseinander zu setzen.

Via: Aktuelle Berichterstattung über den Amok-Lauf in Winnenden

Fernab dessen müsse zudem geklärt werden, ob Tim K. Killer- und Gewaltspiele auf dem Computer gespielt habe: “Nicht jeder Nutzer macht einen Amoklauf, aber ein hoher Anteil unter den Amokläufern hat Killerspiele genutzt”, so Beckstein zu SPIEGEL ONLINE: “Da sollten wir nachbohren.”

Via: STREIT ÜBER KONSEQUENZEN – Union und Polizisten lehnen schärferes Waffenrecht ab

Ich wette, ein großer Teil ist auch zur Schule gegangen. Vielleicht sollte man da mal nachbohren.

Via: http://brightbyte.soup.io

In den RTL- und den heute-Nachrichten sah und hörte man eine Frau, die auf einem Parkplatz stand und erzählte, dass ihre Tochter nur durch einen beherzten Sprung aus dem Fenster gerettet worden sei, jetzt zu Hause sitze und sie nicht wüßte, wie sie ihrer Tochter nach solch einem traumatischen Erlebnis helfen könne. Mein spontaner Gedanke: „Geh, verdammt noch mal nach Hause und nimm deine Tochter in den Arm, anstatt extra zum Tatort zu fahren und Scheißinterviews zu geben, nur um deine Fresse später im Fernsehen zu sehen,” wurde nach einigem Nachdenken vom Gedanken: „Geh, verdammt noch mal nach Hause und nimm deine Tochter in den Arm, anstatt extra zum Tatort zu fahren und Scheißinterviews zu geben, nur um deine Fresse später im Fernsehen zu sehen, du blöde Kuh,” abgelöst.
Ich habe Liveschalten von Reportern gesehen, die vor der Gartenzwergfabrik des Schwagers vom Nachbarn des Onkels vom Täter standen und erzählten, dass der Täter vermutlich einige DVDs mit Horrorfilmen besessen hätte und ich dachte: „?!” (— Alberto Green — 11. März 2009, 21:51)

Via: Tag der Trauer

Historiker wissen, Amokläufe sind für die gesamte Geschichte belegbar. Im Gegensatz zu Computerspielen.

Via: Udo Vetter auf Twitter

Der Täter unterscheidet sich von jedem anderen Jugendlichen vor allem durch eines: Die Tat. Ansonsten ist er wie jeder andere. Völlig normal. Er würde bis heute niemandem auffallen, wenn er nicht im Kampfanzug und schwer bewaffnet in die Realschule gegangen wäre. Er könnte mein Sohn sein, wenn er auch bei mir keine Baretta im Schlafzimmer finden würde. Jetzt erst versucht man die Differenz zu den anderen Jugendlichen zu finden – Ballerspiele, Isolierung etc. . Es muss Gründe geben, so nannte das gestern Hurrelmann. Also wird man welche finden. Denn wenn dieser Junge normal wäre, dann erst müsste man sich mit den Lebensumständen von ihm – und allen anderen Jugendlichen – beschäftigen. Um das zu vermeiden, benötigt man die Pathologisierung seiner Persönlichkeitsstruktur.

Via: Er ist in unserer Welt zum Mörder geworden

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